安平 An-pêng
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Nicht mitgegangen

Nach Chinas Luftangriffen haben alle Anping verlassen.
Du nicht.

Early Access ab 9. Dezember 2026 · 8,29 € · Windows

Chinas Angriffskrieg gegen Taiwan hat gerade erst begonnen, und die Luftangriffe haben Tainan erreicht. Die Flugabwehr der taiwanischen Armee hat das meiste abgefangen, trotzdem wurde ein Teil von Anping getroffen, einem Stadtbezirk von Tainan. Aus Sicherheitsgründen hat die Stadtverwaltung den Bezirk evakuieren lassen.

Als die Evakuierungsmeldung aufs Handy kam, bist du geblieben.
Nicht aus Mut. Was um dich herum passiert, hat dich noch nie groß interessiert. Nachrichten schaust du nicht, Politik ist dir egal, und vor die Tür gehst du nur, wenn es sein muss. Tasche packen, Schlange stehen, sich mit lauter Fremden in einen Bus quetschen: Schon der Gedanke ist anstrengend. Du bist aus einem einzigen Grund geblieben. Du bist faul, so wie du zu faul bist, dich um irgendetwas anderes zu kümmern.

Das Problem: Du bist ein Stubenhocker durch und durch und hast keine Ahnung, wie man überlebt. Weil du kaum rausgehst, weißt du nicht einmal, wie es rund um dein eigenes Haus aussieht. Kochen ist ausgeschlossen. Verlassen kannst du dich nur auf das, was man ohne Zubereitung essen kann: Konserven und Notrationen.

In einem Wohnhaus ohne Strom einen Tag länger am Leben bleiben, mit dem, was sich in Schubladen und Schränken findet.

Aufwachen im Schlafzimmer, unten liegen ein paar Aktionskarten
Karten und Zeit

Vor dir liegen nur ein paar Karten

Am unteren Bildschirmrand liegen ein paar Aktionskarten, und sie wechseln mit dem Ort. Im Schlafzimmer kann man schlafen, in der Küche die Schränke durchwühlen, im Tempel die Mondblöcke werfen. Du entscheidest nur eines: worauf der nächste Abschnitt Zeit draufgeht.

Eine Schublade öffnen und zehn Stockwerke absteigen sind nicht dieselbe Besorgung. Der Aufzug fährt nicht, es gibt keinen Strom. Ein älterer Körper braucht für denselben Weg länger als ein junger, und noch länger, wenn er sich kaum auf den Beinen hält.

Zeit ist das Einzige, was in diesem Spiel wirklich knapp ist. Dein Körper wartet nicht auf dich.

Status und Wetter

Dein Gegner ist kein Wer, sondern acht fallende Werte

  • Gesundheit
  • Sättigung
  • Durst
  • Energie
  • Körpertemperatur
  • Verletzung
  • Stimmung
  • Hygiene

Jeder fällt in seinem eigenen Takt, und bei keinem gilt „höher ist besser“: sich zu überessen ist genauso ein Problem, wie vor Hunger umzukippen. Jeder Wert hat seinen eigenen Wohlfühlbereich.

Jahreszeiten und Wetter folgen den Wahrscheinlichkeiten eines echten taiwanischen Jahres. Kalte Nächte nach warmen Tagen, Regen, der sich über Tage festsetzt, ein Taifun ohne Vorwarnung. Was du beim Aufwachen vorfindest, ist das Wetter des Tages. Wenn es regnet, laufen die Tropfen über die Linse.

Wenn es kalt ist, ist eine Daunenjacke weit mehr wert als eine Dose Ananas.

Die Figurenwahl im Badezimmerspiegel
Figur

Wer du bist, entscheidet sich in den ersten Minuten

In dem Moment, in dem du dir im Badezimmer das Gesicht wäschst und in den Spiegel siehst: jung, erwachsen oder älter, männlich oder weiblich. Sechs Kombinationen, sechs verschiedene Ausgangspunkte. Ein kräftiger Körper trägt mehr auf einmal, ein glücklicher findet in Schubladen leichter etwas.

Danach wirst du langsam stärker. Dinge schleppen, weite Wege gehen, sich wach halten: alles, was du tust, kann irgendeinen Teil von dir ein Stück wachsen lassen.

Wer du wirst, hängt davon ab, was du in den letzten Tagen tatsächlich getan hast.

Das Vorratsfenster, rechts die Beschreibung einer Dose Schmorschweinefleisch
Vorräte

Was mitgeht, und was zurückbleibt

Vorräte haben Gewicht, und du hast zwei Hände, einen Rucksack und vielleicht einen Einkaufswagen. Was mitnehmen, was zurücklassen: ein Abwägen, zu dem du jederzeit gezwungen bist.

Im Küchenschrank stehen Konserven, aber erst brauchst du den Dosenöffner. Vorher ist eine Konserve nur eine zugelötete Blechdose.

Der Regenmantel wärmt dich nicht. Was er zusichert, ist, dass du nicht durchnässt wirst.

Wer rausgeht, dem passiert etwas

Wer irgendwo hingeht, deckt manchmal eine Chance-Karte auf. Es gibt mehr als eine Sorte, und was es ist, weißt du erst, wenn sie offen liegt. Wer Pech hat, findet darauf einen Räuber. Weglaufen, verstecken oder kämpfen: das entscheidest du. Wer kämpft, setzt sich an einen Kartentisch.

Schlag
Schlag
Abwehr
Abwehr
Griff
Griff

Schlag schlägt Griff · Griff schlägt Abwehr · Abwehr schlägt Schlag

Dein Deck ist dein Körper: Kraft, Kampferfahrung, ob du gegessen hast. Der Schläger in deiner Hand wird ebenfalls zur Karte, und je öfter du ihn einsetzt, desto schneller geht er kaputt.

Wer verliert, wird verletzt und kann ausgeraubt werden. Wer gewinnt, bekommt die Vorräte des anderen und manchmal ein Ausrüstungsstück mit einem zusätzlichen Bonus.

Manches tragen nur Räuber bei sich.

Taiwanisch

Taiwanisch ist eine Sprache, die sehr viele Menschen in Taiwan täglich sprechen. Beim Sprechen muss man nicht nachdenken. Beim Schreiben und Lesen bleiben die meisten hängen. Es gab eine Generation, die in der Schule für Taiwanisch Strafgeld zahlen und ein Schild tragen musste. Übrig geblieben ist davon das Sprechen, und nur das.

Die Dialoge dieses Spiels sind in Pe̍h-ōe-jī (POJ) geschrieben, einer lateinischen Verschriftlichung des Taiwanischen. Wer Taiwanisch wählt, kann eine zweite Sprache zum Abgleich dazustellen: oben Pe̍h-ōe-jī, darunter die, die man lesen kann. Wer kein Taiwanisch kann, weiß wenigstens, was da steht.

Unterstützte Sprachen: taiwanisches Mandarin, Taiwanisch (POJ), Englisch, Japanisch und Deutsch.

Oben Pe̍h-ōe-jī, darunter Deutsch.
Heng-hô-Tempel

Mondblöcke

Der Heng-hô-Tempel steht noch. Drinnen ist niemand, aber die Mondblöcke liegen noch auf dem Altar.

Wer ein Schutzamulett und etwas Opfergeld aus Papier bei sich trägt, kann dort die Blöcke werfen und die Gottheit bitten, das Amulett zu segnen. Dafür braucht es drei Siūⁿ-poe hintereinander: dreimal Ja. Ein einziges lachendes Paar oder ein Nein heißt, dass die Gottheit diesmal ablehnt, und mit diesem Amulett darf man heute nicht noch einmal fragen.

Worauf der Segen fällt und wie viel er bringt, ist Sache der Gottheit.

Sofortbilder im Notizbuch und der Eintrag zum Heng-hô-Tempel
Notizen

Es ist niemand da, den man fragen könnte

In diesem Spiel gibt es keine NPCs. Von Anfang bis Ende hörst du nur, wie die Hauptfigur mit sich selbst spricht.

In den Räumen verborgen liegen Notiz-Fragmente, und finden lassen sie sich nur durch Suchen. Sie erzählen, wie dieser Krieg dahin gekommen ist, wo er heute steht. Die Bekanntmachungen, die Mitteilungen, die Tage, die einmal vollkommen unauffällig waren. Auch jeder Ort, an dem du warst, bleibt in deinen Notizen, Sofortbild für Sofortbild.

Auf dein Überleben hat das keinerlei Einfluss. Du kannst einen ganzen Durchlauf lang keines finden und trotzdem jeden Tag überstehen.

Aber die Fragmente sind der einzige Weg, überhaupt jemanden kennenzulernen.

Über den Namen

Anping ist ein Stadtbezirk von Tainan und der Ort, an dem diese Geschichte spielt. Dreht man die beiden Schriftzeichen um, steht dort 平安: wohlbehalten, heil davongekommen. Ein Ortsname, der zugleich ein Wunsch ist.

An-pêng neben dem Titel ist die taiwanische Aussprache, geschrieben in Pe̍h-ōe-jī. Für ein deutsches Ohr steckt am Ende dieses Wunsches ein Peng. Das ist Zufall. Es passt trotzdem.

Zur Grafik

Jeder Schauplatz beginnt als Foto, vor Ort in Anping aufgenommen: eine Gasse, eine Ladenzeile, das Treppenhaus, der Heng-hô-Tempel.

Das Foto wird zuerst bearbeitet: Was nicht ins Bild gehört und alles, was Privatsphäre berührt, kommt heraus, und echte Ladennamen und Schilder werden durch erfundene ersetzt. Aus dem FamilyMart an der Ecke wird im Spiel EasyMart. Danach überführt KI das Bild in einen Animationsstil.

Die Oberfläche ist ein eigenes Design. Die Rahmen der Knöpfe und Felder gehen auf alte taiwanische Fenstergitter zurück und auf die Bastionen, die an den vier Ecken des An-pêng-Forts und der Ek-chài-Festung hervorspringen. Die Schilder mit den Ortsnamen tragen zusätzlich die eisernen Maueranker, die man an Anpings alten Häusern sieht.

Stand der Entwicklung

Dies ist ein Projekt in Entwicklung, gemacht derzeit von einer einzigen Person. Zeit, Wetter, Status, Vorräte, Story, Aufträge, Chance-Karten und der Kartentisch laufen, und das Haus lässt sich schon verlassen. Im Early Access geht es weiter nach draußen, mit ganz Anping als Ziel.

Gespielt wird mit Tastatur und Maus oder mit Controller, und jede Taste lässt sich frei belegen. Geht etwas schief, kannst du direkt aus dem Spiel einen Bericht an den Entwickler schicken.

„Was im Kühlschrank lag, ist ohnehin schon verdorben. Auf eine Weile länger kommt es nicht mehr an.“

Presse

TitelAn-pêng: Nicht mitgegangen
安平 An-pêng:離群生存
GenreSurvival mit Karten
EntwicklungGrayson.TW (Ein-Personen-Projekt, Tainan, Taiwan)
PublisherMumulin Games
PlattformWindows (Steam), Steam Deck wird unterstützt
SteuerungTastatur und Maus, Controller
SprachenTaiwanisches Mandarin, Taiwanisch (POJ), Englisch, Japanisch, Deutsch
DemoKostenlos auf Steam
Early Access9. Dezember 2026
Preis im Early Access8,29 €
Pressekontaktgrayson.the.developer@gmail.com

Downloads

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